Gesundheitsversorgung und Prävention für alleinerziehende Singles in Essen
Laut einer statistischen Erhebung der Stadt Essen waren im Jahr 2017 mehr als ein Viertel aller Haushalte mit minderjährigen Kindern alleinerziehend. Die Zahl und der Anteil der alleinerziehenden Singles an der Essener Bevölkerung nehmen dabei stetig zu. Die Situation dieser Familien ist in hohem Maße abhängig vom sozioökonomischen Status, dem Erwerbsstatus sowie der sozialen Unterstützung. Besonders die Gesundheit alleinerziehender Mütter und Väter ist im Vergleich zu in Partnerschaft lebenden Eltern dabei oftmals deutlich schlechter.
Um diese Entwicklung zu stoppen, gibt es für Alleinerziehende und ihre Kinder verschiedene Gesundheitsförderungs- und Präventionshilfen. Dabei steht das Kindeswohl an vorderster Stelle. Eine wichtige Anlaufstelle für allein erziehende Mütter und Väter ist der zum Gesundheitsamt gehörende Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) der Stadt Essen. Zu den Kernaufgaben des KJGD zählen schulärztliche Untersuchungen sowie weitere gesundheitsfürsorgerische Maßnahmen, wie etwa Impfberatung. Dadurch sollen insbesondere auch sozial benachteiligte Kinder in den Genuss eines umfassenden Kinderschutzes kommen.
Eine andere Institution in Essen, die alleinerziehende Singles bei der Gesundheitsförderung und -prävention ihrer Kinder unterstützt, ist das Kinderschutz-Zentrum des Essener Kinderschutzbundes. Auch die örtlichen Krankenkassen tragen ihren Teil zur Gesundheitsförderung bei. Wenn gesetzlich versicherte Alleinerziehende aus gesundheitlichen Gründen sich nicht um die Kinder kümmern können, zahlt die Krankenkasse für eine bestimmte Zeit eine Haushaltshilfe.
Alleinerziehende Väter oder Mütter können bei der gesetzlichen Krankenkasse auch eine gemeinsame Kur mit Kind beantragen. Soll die Kur ohne Kind wahrgenommen werden, besteht in dieser Zeit ein Anspruch auf Versorgung des Kindes zu Hause durch eine Familienpflegerin bzw. einen Pfleger.





